Der Geltungsbereich einer Variablen ergibt sich aus dem
Zusammenhang, in dem sie definiert wurde. Meistens besteht
dieser aus einem einzigen Bereich. Dieser beinhaltet auch den
Bereich für Dateien, die per "include"- oder "require"-Anweisung
eingebunden wurden, z.B.:
Die Variable $a ist auch in der eingebundenen Datei
b.inc verfügbar. In benutzerdefinierten Funktionen
wird ein auf die Funktion beschränkter Geltungsbereich eingeführt. Jede in
einer Funktion benutzte Variable ist zunächst auf den lokalen Bereich
der Funktion beschränkt, z.B.:
Dieses Skript erzeugt keine Bildschirm-Ausgabe, da sich die Echo-
Anweisung auf eine lokale Variable namens $a
bezieht und dieser kein Wert im lokalen Bezug zugewiesen worden ist.
Dies ist ein kleiner Unterschied zu C, wo globale Variablen auch in
Funktionen vorhanden sind, es sei denn, sie werden durch eine
funktionsinterne Definition überschrieben. Das kann zu Problemen führen,
denn in PHP müssen global geltende Variablen innerhalb von Funktionen als
solche definiert werden. Ein Beispiel:
Das obige Skript gibt "3" aus. Durch das Deklararieren
der Variablen $a und $binnerhalb
der Funktion als global, weisen alle Referenzen zu beiden Variablen auf
die nun globalen Werte. Es gibt keine Beschränkungen bei der Anzahl an
globalen Variablen, die durch eine Funktion verändert werden können.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung des speziellen
$GLOBALS PHP-Array. Das obige Beispiel kann damit
auch so geschrieben werden:
Das $GLOBALS-Array ist ein assoziatives Array mit dem
Bezeichner der globalen Variablen als Schlüssel und dem Inhalt dieser
Variablen als Wert des Array-Elements.
Ein weiterer wichtiger Anwendungszweck von Variablen-Bereichen
ist die static-Variable. Eine statische
Variable existiert nur in einem lokalen Funktions-Bereich, der
Wert geht beim Verlassen dieses Bereichs aber nicht verloren.
Schauen sie das folgende Beispiel an:
Diese Funktion ist sinnlos, da sie bei jedem Aufruf $a
auf 0 setzt und "0" ausgibt. Die Anweisung
$a++, welche den Wert erhöht, macht keinen Sinn, da der Wert von
$a beim Verlassen der Funktion verloren geht. Um eine
sinnvolle Zählfunktion zu implementieren, die ihren aktuell gesetzten Wert
nicht vergisst, müssen sie die Variable $aals "static"
deklarieren:
Jetzt wird bei jedem Aufruf der test()-Funktion der aktuelle
Wert von $a ausgegeben und dann um 1 erhöht.
Static-Variablen ermöglichen auch einen Weg zum Umgang mit
rekursiven Funktionen. Das sind Funktionen, die sich selbst
aufrufen. Hierbei besteht die Gefahr, so genannte Endlos-
Schleifen zu programmieren. Sie müssen also einen Weg vorsehen,
diese Rekursion zu beenden. Die folgende einfache Funktion zählt
rekursiv bis 10. Die statische Variable $count
wird benutzt, um die Rekursion zu beenden: